Combi-Prüfung Stall Isliker 9. + 27. Dezember 2012  

 Prüfung 9.12.
Sehr lange stand der ansprechende Parcours bereit zum Auswendiglernen, und viele Zettel lagen im Stall auf um Sicherheit zu geben. Darum verzichtete Andrea auf die Zahlenreihenfolge der Hindernisse. Sie konnte ja nicht ahnen, dass bei dem stallinternen Anlass am 9. Dezember trotzdem recht viel Lampenfieber herrschte und die richtige Abfolge dadurch vielfach vergessen oder das verschusselte orange/grüne Hindernis hinterher lieblos mit „ou nei“ oder „Scheisse“ betitelt wurde! Buchstabengetreu wurden die Figuren geritten oder es wenigstens versucht, denn es hiess ja „grüssen auf C“. Das mutete schon spassig an, wenn sich die Teilnehmer allesamt gesslermässig vor dem C verneigten, die Jury – unterstützt von Hund Kira - aber rechts davon bequem auf Strohballen oder in einer Baggerschaufel sass! Es gab klare, sympathische, ruhige Korrekturen, Erwähnung der richtigen Abfolge und grosse Ermunterung der hohen Prüfungskommission zum Weitermachen , wenn zwei drei Pferde sich wunderten, dass der Hallenboden die „Streicheleinheiten“ erhielt, die eigentlich ihnen zugestanden hätten!
Obwohl vielfach mit zu langen Zügeln, schräg ins Doppelhindernis, mit unruhiger Hand oder im falschen Galopp geritten wurde, hatte man eindeutig den Eindruck, dass die begeisternden Reiter jedem fehlerverzeihenden, genüsslich abschnaubenden Freiberger das Gefühl gab, der BESTE zu sein. Besonders sah man das auch bei jungen Tieren, die ohne Zeitdruck an den Sprung geführt oder schnuppernd an das irritierende FOMK (Fremdes Objekt Mit Klickmaschine = Fotograf) geführt wurden.
Etwa 30 ReitschülerInnen absolvierten an diesem 2. Advent die Stall-Prüfung.

Prüfung 27.12.
Der zweite Test mit gleichem Parcours wurde mit einem anderen Wunschpferd geritten. Die Betrachtung und Auswertung des Films zeigte Früchte. Der Zeitplan wurde top eingehalten, die Routiniers blickten schön voraus – nur wenige Anfänger blickten voll konzentriert …. auf den Boden - und Alle präsentierten sich und ihre Pferde sensationell. Wo die Zuschauer das letzte Mal noch wippende Vorwärtsbewegungen mit Schnalzen für nötig fanden, war nach den Feiertagen vermehrt Applaus und „super gemacht“ zu hören. Das Gesamtbild zeigte denn auch früh gesetzte zügige Sprünge, mehr Mut zum Angriff, weniger Nervosität und kürzere Wege bei recht wenigen Hindernisfehlern.
Das Fazit von Reitlehrerin Andrea: gute Prüfung, gute Pferde, gute Reiter – naja, einige hatten halt einfach Pech und sie meldete anerkennend, dass für sie das Ziel voll erreicht wurde; und mit der ermittelten Punktezahl erkannte jeder selber, wo er ausbildungsmässig stand.

Abschliessend löste sich die ganze Anspannung der Reitschüler in der Halle, als ihre Ausbildnerin Andrea den Parcours selber absolvieren musste und als krönender Abschluss die Pferde Deliah und Sisco das neue Hindernis – ein Geschenk von Allen - im souveränen Paarsprung meisterten.


zu den Bildern