Show in Burgdorf am 6. Mai 2012

Fotografin und Autorin: Pam Hefti, Meilen

Das Wetter ist durchzogen aber grösstenteils trocken, aber als Fotografin liebe ich solches Wetter,
da lässt es sich so toll mit den Wolken spielen… die Motive heute sind aber nicht die Wolken,
sondern die Reitschule Bruno Isliker mit Ihrer Tiershow.

Wenn man als „Gast“ bei so einem Auftritt dabeisein darf, dann kriegt man vieles am Rande mit. Ich bin Fotografin, Mami, Begleiterin, Utensilienhalterin
(Grätschüeli, Schuhe, Jacken und anderes Vergessenes), Zickenbändigerin und manchmal habe ich auch
eine Aufgabe. Hauptsächlich bin ich „Gang-go für alles“. Ich mache das gerne, denn dadurch
ermögliche ich meinen Kindern etwas zu erleben, das nur wenige so hautnah miterleben dürfen.

In einer Zeit wo alles nach Vergünstigungen, Bezahlung und Belohnungen lechzt, ist es kaum zu glauben, dass die
schönste Belohnung für die Mädchen ist, wenn Sie nach der Aufführung aufs Pferd sitzen dürfen.
Für mich ist es eine Belohnung, wenn ich die Gesichter der Zuschauer sehe, während das Team Isliker ihre
Show aufführt und glückliche Mädels nach der Show. Das Erlebnis, diese sensationelle Tiershow miterleben zu
können, ein Teil davon sein zu dürfen und es den Kindern – in diesem Fall auch meinen Kindern - zu ermöglichen an
einem solchen Event teilzuhaben, ist etwas ganz besonderes.
Ich bin glücklich, dass ich etwas davon zurückgeben kann, indem ich diese grossartigen Bilder durch den Sucher
meiner Kamera auf einen Chip bannen kann.

Die Reitschule Isliker kam in Burgdorf an und man merkte sofort, dass Show und Leute bekannt waren. Der
Wiedererkennungsfaktor war – wie an den meisten Auftritten an denen ich teilhaben durfte – riesig.

Wie ein Schwarm fleissiger Bienchen wuselte jeder herum und erledigte dieses und sah jenes, alles klappte wie am
Schnürchen. Die Tiere wurden ausgeladen und hergerichtet, das Zubehör bereitgestellt - einem Bienenschwarm
gleich. Jedes Bienchen wusste genau was es zu tun hatte. Letzte Vorbereitungen wurden getroffen, Grätschüeli montiert und die
Jacken ausgezogen.
Dann setzte sich der Konvoi aus einem von Kuh und Pferd gezogenen Wagen voller „Equipment“ in Bewegung, gefolgt von Hund,
2 Ziegen und zwei weiteren Pferden und dem Rest des Rot-Schwarz gekleideten Bienenschwarms… Es sah aus wie ein fröhliches
Durcheinander, aber alles hatte seinen Platz und wurde genau dort verstaut wo es hingehörte resp. dort wo es gefunden
werden konnte.

Kurz vor dem Auftritt kam der ganze Schwarm zur Ruhe… Letzte Anweisungen wurden gegeben, die
erwachsenen Bienen überlegten sich noch mal wo was hin musste und gingen in Gedanken noch einmal den Ablauf
durch. Die Küken-Bienchen interessierten keine Abläufe, nur der Standort der grossen Matte.

Eine gewisse Unruhe ging durch die Tiere und nur Sekunden später hörten wir eine bekannte Stimme im
Lautsprecher – Mona, eines der fleissigen Bienchen, erklärte den Zuschauern was es mit der Symbiose zwischen
Mensch und Tier auf sich hat und dann geht es los. Ein Ruck ging durch die Kinder auf dem Wagen, als „die chli
Chue“ und Macho sich ins Zeug legten, um das gesamte Show-Equipment in den Platz zu ziehen.
Bei der ersten Begrüssungsrunde blieb der Wagen beinahe im tiefen Boden stecken, doch wacker zogen das Fribi-
Kuh-Gespann das Show-Zubehör an den vorgesehenen Ort.

Dann kam der Bienenschwarm wieder ins Brummen und während Manu Nico auf spezielle islikerart
„Gassi“ führte, brachten die Mädchen mit Hilfe der grossen Bienchen die Matratze in Position, während die "Gango"-
Bienchen das Trampolin und den mobilen Sprung platzierten.

Beim Zuschauen, wie Nico und Manu ihre Runden drehten, dachte sich Ziege Peterli wohl, dass es nun für ihn Zeit wäre,
auch mal auf diese Weise "Gassi" zu gehen. "Das will ich auch" - schien er zu meckern....

Natürlich durften auch Peterli und seine Mutter Luna sich an den schönsten Ort der Welt - auf dem Rücken
eines Pferdes - wagen. In diesem Fall handelte es sich um die beiden Freiberger Mieze und Zyrus.

Peterli stellte fest, dass er offensichtlich nicht mehr im Mittelpunkt stand und sprang kurzerhand vom Pferd.
Die Bienchen wuseltwn herbei, entwirrten das „Gnusch“ aus Züglen und halfen dem verirrten Zicklein wieder aufs Pferd.

Action wurde von Circe geboten: rodeomässig fand sie, dass es nun an der Zeit für ihren Auftritt sei und brachte
die Zuschauer mit ihren Kapriolen zu Heiterkeitsausbrüchen und benutzte den "Notausgang" rechts vom Hindernis.
Da das Publikum so lachte, versuchte sie es wieder auf dem Rückweg, wurde aber von einem bereitstehenden Bienchen
mahnend auf den richtigen Weg über den Sprung gewiesen.

Dann waren die Kinder wieder an der Reihe; erst gab es die Sprünge zwischen den Beinen von Stephan durch,
der im Grätsch auf dem Pferd stand. Die Zuschauer waren so baff, dass er sie zum Applaus anstimmen musste.

Die Bienchen hatten nun die Pferde in Position gebracht für einen speziellen „Hürdenlauf“ der Kinder.

Es ging über ein Brett auf den Wagen, darauf stehend die Kuh Circe und Pferd Macho. Die Kinder überquerten beide Tiere und rutschten
die Rampe auf der anderen Seite nach unten. Der Himmel öffnete die Schleusen und weinte vor Freude über die Kinder und ihre Sätze über
das liegende und zwischen Trampolin und Matte stehende Pferd. Für den Abgang der Kinder von den Pferden,
konnte ich "Plitsch und Platsch" überzeugen, sich eine andere Bleibe als mein Objektiv zu suchen.

Danach präsentierten die Jonglier-Talente Conny und Stephan, auf den Freibergerrücken stehend, meisterliche Übungen, die so locker aussahen, als konnten
sie sich nicht entscheiden, wer die grünen und wer die blauen Bälle halten durfte.

Tja, das Wetter wurde draussen abgehalten und nicht nur den turnenden Schauteilnehmern, sondern auch mir als Fotografin wurde einiges abgefordert.
Plitsch und Platsch liessen sich im dümmsten Moment - für das Schlussbild der Kid's - häuslich auf meinem Objektiv nieder!
Mein Ass im Ärmel war, statt der Präsentation eines „unfertigen“ Schlussbildes - bei dem die Kinder noch nicht bereit waren -
ein fertiges Schlussbild einfach mit Regentropfenfilter (kein teurer Nikon Filter sondern eben ein sehr natürlicher
Filter) und zusätzlich ein „Jööö-Effekt-Bild“ in Perfektion zu bieten.

Alles Material wurde von den Bienchen wieder auf dem Wagen verstaut, angespannt, alle Kinder und Tiere verladen und winkend
und strahlend verliess das Show-Team Isliker den Platz unter grossem Applaus. Draussen vor dem Aufführungsplatz
klatschten und jubelten die Leute, als das Gefährt vorbei Richtung Transporter flitzte. Ja, flitzte traf es wirklich, denn
ich als Fotografin musste rennen, um dem Gespann den Vortritt und sicheres Überqueren der Strasse zu gewährleisten.  
 

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