Schutterwälder Pferdenacht

Im Vorfeld haben wir über Monate in Verbindung mit dem sehr zuvorkommenden kantonalen Vetrinäramt daran gearbeitet, als Zirkus registriert zu werden, um einfacher über die Grenze zu kommen. Zusätzlich gelten ab 1. Januar 09 neue bilaterale Verordnungen, und es gibt keine Tierarztkontrollen mehr.
Die viele Papierarbeit hat Früchte getragen. Wir können das Zollamt wählen und am Wochenende reisen; sparen also dem Veranstalter Übernachtungen und uns allen wichtige Ferientage, die anders genutzt werden können.

Der Grenzübertritt verlief denn auch wirklich problemlos hin und zurück. Leider schüttete es aus Kübeln während der Fahrt durch den Schwarzwald . Eine Katastrophe für den Veranstalter, mussten doch alle Springen am Nachmittag abgesagt werden. Bis abends trocknete der Platz einigermassen ab, dass der Show-Event durchgeführt werden konnte.
Bei Ankunft wurden wir zwar gelotst, der Transporter blieb aber trotzdem im aufgeweichten Boden stecken und brauchte Traktoren-Hilfe. Grossartige Hilfe wurde auch vom Turnierbüro geleistet, das mit allen Mitteln versuchte, uns am Samstagabend einen Amtstierarzt auf den Platz zu bitten, um unsere Papiere für die Rückreise zu stempeln, obwohl die Organisatoren bei Gott andere Probleme zu bewältigen hatten. Ein nochmaliger Dank sei hier angefügt.
Die vorgängigen Schaugruppen meisterten ihre Einsätze beeindruckend und Speaker Hendrik animierte das tolle Publikum gleich zu Beginn unserer Show, aufzustehen und mit zu klatschen. Unsere Spassmacher-Tiere legten also gleich unter begeistertem Applaus mit ihrem Auftritt los. Beachtlich, wie die Freiberger mit reitenden Hunden und der Ziege auf den Rücken Hindernisse beherrschten genau auf dem Platz wo alle Springen abgesagt wurden, umwerfend wie sie sich ohne Wimpernzucken auf den nassen Erdboden legten, grandios wie der Esel nach dem zweiten Refus den Kuhrücken voll Vertrauen doch übersprang, bemerkenswert, wie der kleine Hund aus der reisfeldartigen Wiese das Brett auf den Tierturm noch vor dem Schaf hochwollte und imponierend, wie Kuh Sybille den Schauwagen samt Tieren aus dem sprichwörtlichen Dreck wuchtete, den Kopf triumphal erhoben. Überwältigend!


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